Dieses Jahr machen wir eine „Detox-Kur“ für unseren Kleiderschrank. Für alle, welche diese Erfahrung noch nie gemacht haben: Ein ordentlich aufgeräumter Kleiderschrank macht richtig glücklich. Plötzlich siehst du all deine tollen Kleider auf einen Blick, sparst viel Zeit beim Aussuchen, und der Frust, weil etwas nicht mehr passt, ist auch passé. Wenn du dann noch einen Schritt weitergehen möchtest als nur auszumisten, kannst du dir eine sogenannte „Capsule Wardrobe“ aufbauen. Das ist ein Schrank voll mit deinen Lieblingsteilen, die du nach Lust und Laune miteinander kombinieren kannst. Aber eins nach dem anderen. Der erste Schritt ist mal Ausmisten. Dazu brauchst du lediglich etwas Zeit, gute Musik und zwei grosse Kartonkisten.

Alles muss raus

Als erstes muss alles aus dem Schrank raus. Und wenn ich alles sage, dann meine ich auch wirklich alles. Die Kleidungsstücke werden auf drei Stapeln sortiert: „BEHALTEN“ – „VERPACKEN“ – „SPENDEN“.

Damit dir das Aussortieren etwas leichter fällt, haben wir eine „Flow Chart“ erstellt. Mit einfachen Fragen, die du mit JA oder NEIN beantwortest, fällt die Entscheidung superleicht, ob du ein Kleidungsstück behältst oder weggibst.

Sauber machen

Ein leerer Schrank schreit förmlich danach, geputzt zu werden. Also ran an die Arbeit: Tablare abstauben und alles feucht abwischen. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich noch Fenster und Boden reinigen. Es soll ja alles schön sauber sein im Zimmer, bevor du wieder einräumst.

Sortieren und Abschied nehmen

Jetzt widmest du dich wieder deinen Kleidern. Die Klamotten auf dem „SPENDEN“-Stapel schön zusammenlegen und in einer Kiste verstauen. Bring die Kleiderkiste so schnell wie möglich zur nächsten Kleidersammlung oder ins Brockenhaus. Natürlich kannst du deine Kleider auch direkt spenden, zum Beispiel mit einem Berghilf-Päckli. Die Organisation Tell-Tex sorgt dafür, dass deine Kleider Menschen in Not aus Schweizer Bergregionen zugutekommen.

Die Kleider vom Stapel „VERPACKEN“ kannst du nun sorgfältig zusammenfalten und ebenfalls in einer Kiste verstauen. Beschrifte den Karton mit dem aktuellen Datum. Diese Kiste kannst du im Estrich oder im Keller verstauen. Solltest du diese Kleider in den kommenden sechs Monaten nicht vermissen, spende sie. Kleidungsstücke mit einem sentimentalen Wert, wie ein Hochzeits- oder ein Taufkleid, kannst du gut im Estrich aufbewahren. Im Schrank nehmen diese Erinnerungsstücke leider immer zu viel Platz weg.

Einräumen

Jetzt kommt der tolle Teil. Die Kleider vom Stapel „BEHALTEN“ sortierst du nach Farbe und Art der Kleidungsstücke. Die gefalteten oder aufgehängten Kleider finden nun wieder alle ihren Platz im Schrank. Übrigens: Wenn du deine Kleider nach Farben sortierst, fällt dir die Suche nach einem passenden Kleidungsstück viel leichter. Kleine Teile wie Unterwäsche, Socken und Gürtel verstaut man am besten in Körben oder Boxen.

Pause machen

Jetzt heisst es Pause machen und deinen aufgeräumten Schrank bestaunen.

Buchtipps

Tolle Tipps und Anregungen zum Ausmisten teilt auch Marie Kondo in ihrem Buch Magic Cleaning. Wer gerne mehr über die Zusammenstellung einer „Capsule Wardrobe“ wissen möchte, schaut sich am besten das Buch Einfach Leben von Lina Jachmann an. Alles rund um den Kleiderschrank findet ihr in Anuschka Rees’ Buch Das Kleiderschrank-Projekt. Tipps zum Loslassen und Entrümpeln in allen Lebenslagen beschreibt Sarah Wasgien in ihrem neuen Buch Detox your life.

Fotos: © 2017 Patrizia Furrer, www.lilaliv.ch.

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