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Keep Portland Weird

Eine Mikro-Brauerei an jeder Ecke, Food-Trucks soweit das Auge reicht, eine lebendige Kulturszene und all das inmitten atemberaubend schöner Natur: Portland hat sich vom Geheimtipp zur absoluten Lieblingsstadt gemausert – mit einem besonders komischen Motto.

‚Keep Portland weird’: Die Stadt im Westen der USA will seltsam und ein bisschen anders sein. Mit ihren Mikrobrauereien, Bärten und Flanellhemden wurde sie nicht nur auf Instagram zum Sehnsuchtsort aller Hipster. Unter dem Hashtag #keepportlandweird findet man über 113'000 Beiträge, die einen schönen Überblick geben, was Portland so besonders macht. Farbig, laut und fröhlich sind die Bilder und nicht selten findet man Fotos von Essen. Ein grosses Thema in Oregons grösster Stadt, denn hier existiert Street Food schon seit über 30 Jahren.

Vom Feld auf die Gabel

Hunderte von „Street Fooders“ stellen tagtäglich ihre farbigen Wagen auf ehemalige Parkplätze und Strassenecken. Bei dieser jahrzehntealten Erfahrung ist klar, dass hier mehr als nur Hotdogs, Burritos und Burger über die Mini-Theken gereicht werden. Man geniesst goldene Gnocchi mit karamellisierten Zwiebeln, Pakora-fried Chicken in indische Dosas gewickelt oder Kürbis-Waffeln mit Ahornsirup. Und wenn Burger, dann ein Bio-Burger mit Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung. „Farm-to-fork“ ist das Motto vieler Gastronomen, wo frisch Gepflücktes so schnell wie möglich auf die Gabel kommt.

Hier sind alle willkommen

Nicht nur Foodies, auch Maler, Fotografen und Musiker fühlen sich in der Stadt der Brownstone-Häuser zu Hause. Hier entstand unter anderem das Magazin Kinfolk, die Stilbibel für puristische Ästheten. Ihr Motto: Weniger ist mehr. Weniger Ballast, weniger Krimskrams, dafür mehr Freiheit und Platz für die Dinge, die einem am Herzen liegen. Portland ist seit den 1980er Jahren auch für seine Indie- und Alternativszene bekannt. Courtney Love, The Gossip, Elliott Smith sind nur einige der vielen Namen, die von hier stammen. Das wilde Nachtleben muss den Vergleich mit San Francisco oder Los Angeles nicht scheuen. Festivals gibt’s hier rund ums Jahr und jede Community findet ihre Nische. So heisst es auf der Webseite von Portland auch: „Alle sind willkommen, egal welcher Religion, Nationalität, welchen Geschlechts und sexueller Orientierung“. Ein wohltuendes Zeichen – und ein wichtiges, in unserer heutigen Zeit.

Gute Energie steckt an

Portland schaut aber auch zur Umwelt: Die halbe Stadt fährt Velo und Parkplätze für Elektrofahrzeuge sind gratis. Man lebt zwar in einer Grosstadt, aber fühlt sich dennoch ein bisschen wie auf dem Lande mit all den grünen Parks, Blumen und dem Willamette Fluss, der sich durch die Stadt schlängelt. Der schneebedeckte Mount Hood, die unberührten Wälder und Seen liegen gleich um die Ecke und versorgen die Bewohner mit guter Energie. Und die ist ansteckend in Portland!

Lust auf etwas Portland-Feeling bei Ihnen Zuhause? Mit der Bayamo Lounge schafft man sich seine urbane Oase mit künstlerischem Charme ganz einfach selber. Perfekt für erste Frühlingsstrahlen, laue Sommerabende –hier stösst man mit einem gekühlten Craft-Bier auf die Freundschaft an. So einfach und schön kann das Leben sein!

Über die Autorin Cathrin Michael

Cathrin Michael, 34, aus Zürich ist selbständige Texterin und Food-Consultant (www.cathrinmichael.com). Sie schreibt übers Essen, berät Restaurants, produziert Food-Videos (u.a. für "Blue Kitchen" von "Bluewin"), kreiert neue Rezepte und arbeitet als Köchin und Stylistin bei Shootings. Wenn immer das Geld reicht, fliegt sie nach Südafrika, um ausgiebig Wein zu probieren und isst sich durch das lokale Angebot fremder Städte.

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